Der Prophet Muhammad (s) offenbart durch Satan etwas falsches in den Quran!

Der berühmte sunnitische Schafii Gelehrter Sheikh Jalaluddin Al-Suyuti schrieb ein Kommentar zum Quran mit dem Titel „Tafsir al-Jalalayn“ welches – so wie es aussieht- seinen Glauben über die Bedeutung der Verse vom Quran ausdrückte.  Er erklärt den folgenden Vers, mit der Gharaniq Geschichte, was auch besser bekannt ist, als die satanischen Verse! Darin rezitiert der Prophet etwas falsches zum Quran zugunsten der Götzen, er bemerkt dies nicht mal.

Und Wir schickten vor dir keinen Gesandten oder Propheten, dem, wenn er etwas wünschte, Satan seinen Wunsch nicht (zu) beeinflussen (trachtete). Doch Allah macht zunichte, was Satan einstreut. Dann setzt Allah Seine Zeichen fest. Und Allah ist Allwissend, Allweise. 022.052

Online Tafsir für englisch Leser gibt’s hier.

Hier ist der Scan des Buches und von der Seite (für größere Auflösung, auf das Bild klicken):

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Nun zur Übersetzung:

{Und Wir schickten vor dir keinen Gesandten(rasul)}
Das ist ein Prophet dem befohlen wurde eine Nachricht zu verkünden

{oder Propheten(nabi)}
einer dem nichts befohlen wurde etwas zu verkünden

{wenn er etwas wünschte}
rezitierte

{Satan seinen Wunsch nicht (zu) beeinflussen (trachtete)}
Hinzufügung in seine Rezitationen, was nicht vom Quran ist, jedoch würden sich jene daran erfreuen für die er (der Prophet) gesandt wurde (Die Götzen, die Quraisch).

Der Prophet (s) hat, während einer Versammlung der Quarisch- nach dem er (die Verse) von Surat al-Najm rezitierte „Habt ihr an Lat und Uzza gedacht? Und Manat, der eine dritte?“– durch Satans Einflüsterung/Einfluss auf seine Zunge, ohne es ihm bewusst war, (folgende Worte hinzugefügt)

„Das sind die hoch fliegenden Kraniche [al-gharanīq al-ula] und gewiss ihre Fürbitte ist zu erstreben“

und so wurden sie (die Männer der Quarisch) damit erfreut. Gabriel hingegen informierte später ihn (dem Propheten) davon, dass Satan ihn unter Seine Zunge etwas eingeflossen hat, und er war bekümmert deswegen; aber dann wurde er durch die folgenden Verse getröstet sodass er sich beruhigen konnte.

{Doch Allah macht zunichte}
aufheben

{was Satan einstreut. Dann setzt Allah Seine Zeichen fest.}
bestätigt (Seine Offenbarung)

{Und Allah ist Allwissend}
von Satans Einflüsterung/Einfluss von dem was erwähnt wurde

{Allweise}
in seiner Erlaubnis für ihn (Satan) um solche Dinge zu tun, denn er tut was immer er will

—-[Zitat Ende]—-

Ein weiterer Gelehrter Sheikh Tujaibi gibt in seinem Buch „Mukhtasar min Tafsir al-Tabari“ die Gharaniq Geschichte (mit dem Zusatz dass der Prophet nach der Rezitation von Sura Najm bei der Kaaba zusammen mit all den anwesenden Menschen einschließlich den Götzendienern sich vor der Kaaba niederwerfte), als Offenbarungs Grund an, und widerspricht/verneint die Geschichte nicht. Was daraus folgt, dass es seine Meinung über den Vers war, so wie bei al-Suyuti.

Info über das Buch: Das Buch ist eine Zusammenfassung von Tabari’s Tafsir. Tabari selbst hingegen widerspricht der Überlieferung in seinem Tafsir. Sheikh Tujaibi war wohl anderer Meinung. Der Editor des Buches Sheikh Juda Abdulrahman Hilal sagt auf Seite 19, dass Tujaibi nur Geschichten, welches von Gelehrten authentifiziert wurde, aufzeichnet.

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Was sagen die Gelehrten über die Authentifizierung?

Einige sunnitische Gelehrten erklärten die Überlieferung von al-Gharaniq als authentisch. Wie zum Beispiel folgende.

Abu al-Hassan al-Haythami sagte:
ورجالهما رجال الصحيح
Die Überlieferer sind überlieferer des Sahih 
Majm’a al-Zawaed, Band 7, Seite 248

Suyuti sagt in seinem anderen Tafsir über diese Überlieferung:
 رجاله ثقات
Die Überlieferer sind alle Vertrauenswürdig (thiqah)
Al-Durr al-Manthur, Band 6, Seite 65

Ibn Hajar al-Asqalani sagt in seinem Berühmten Buch zur Erklärung des Sahih Bukhari:
لكن كثرة الطرق تدل على أن للقصة أصلا
Aber die große Menge der Kette der Überlieferung zeigt dass die Geschichte wahr ist 
Fateh al-Bary, Band 8, Seite 439

 

Es gibt jedoch auch (Gott sei Dank) sunnitische Gelehrten die diese Überlieferung ablehnen. Wie zum Beispiel Fakhraddin Razi, Qurtubi, Tabari (dies geben sie jeweils in ihren Tafsir (Quran Erklärung) Büchern an). Fakhruddin Razi hat die Geschichte sehr schön in seinem Tafsir zu dem Vers widerlegt. Und das ist auch die richtige Meinung, die auch von Schiiten vertreten wird.